Wertschätzung steigern

Knapp eine Millionen Berlinerinnen und Berliner sind im Dienstleistungssektor sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Hinzu kommen noch mal fast 180.000 Minijobs. Das sind 86 Prozent aller Berliner Beschäftigten.82 Prozent des Berliner Bruottinlandsprodukts werden im Dienstleistungssektor erwirtschaftet – Tendenz steigend.
Der Dienstleistungsbereich ist so schon rechnerisch ein elementarer Bestandteil der Wertschöpfungskette Berlins, und dennoch: In der öffentlichen Wahrnehmung kommt die Dienstleistungspolitik erst langsam aus ihrer Nische, um gezielt und aktiv für den Dienstleistungsbereich zu wirken.

Wichtig ist: Dienstleistungen für Lebensqualität, wirtschaftliche Entwicklung und Beschäftigung brauchen qualifizierte Beschäftigte, deren Leistungen anerkannt werden und die unter guten Bedingungen arbeiten. Gesellschaftliche Wertschätzung und finanzielle Anerkennung für gute Dienstleistungen sind elementare Bestandteile.

Die Aufmerksamkeit und Wertschätzung für den Dienstleistungssektor in Berlin zu steigern, ist unser Ziel.

Mittel und Wege

Arbeits- und Dienstleistungsqualität sowie Zeitinnovationen sollen als Einheit gedacht und in die politische Diskussion und den betrieblichen Alltag von Dienstleistungsunternehmen eingebracht werden:

  • durch öffentliche Veranstaltungen, Netzwerkarbeit und vielfältiges Informationsmaterial.
  • durch Dialog und Erzeugung öffentlicher Aufmerksamkeit für Arbeits- und Dienstleistungsqualität.
  • durch Aufmerksamkeit für die Rolle der Aus- und Weiterbildung dabei.

Pilothafte Prozesse in Unternehmen der Pflegebranche und der Wach- und Sicherheitsdienste sollen Wege für mehr Arbeits- und Servicequalität ausloten.

In der Zusammenarbeit mit (bildungs)politischen Entscheidungsträgern wollen wir nach Zeitinnovationsprozessen im Kontext des lebenslangen Lernens suchen.

Wir wollen Erfahrungen aus anderen europäischen Metropolen für gezielte Dienstleistungspolitik für Berlin nutzen.